Naturheilpraxis Sarah Jardin Heilpraktikerin
Naturheilpraxis Sarah JardinHeilpraktikerin

 

Therapie mit Blutegeln

 

Die Behandlung mit dem medizinischen Blutegel (Hirudo medicinalis) zählt mit zu den ältesten Heilmethoden, die die Menschheit kennt. Zunehmend erleben Blutegel eine Wiederentdeckung in der modernen Heilkunst.

 

Eingesetzt wird die Egeltherapie zur Behandlung von Schmerzen bei Rheuma und Arthrose sowie bei Migräne, Tinnitus und Krampfadern. Neuerdings werden Blutegel mit großem Erfolg auch zur Behandlung der Beschwerden des sogenannten Tennisellenbogens eingesetzt. Nach Angaben der Experten setzt der schmerzstillende Effekt bereits kurze Zeit nach dem ersten Anlegen der Tiere ein und hält meist mehrere Monate.

 

Der Therapeut sucht die zu behandelnden Stellen aus. Es werden meist mehrere Blutegel rund um die ausgewählte Stelle angesetzt.

 

Bei Entzündungen setzt man den Egel nie in den Bereich der Entzündung, sondern immer nur in die Nähe der Entzündung. Ebenso wird man den Egel nie auf eine Vene direkt setzen.

 

Der Egel sägt sich vorsichtig und fast schmerzfrei in die Haut ein. Während des Saugvorgangs gibt der Egel seinen Speichel in das Gewebe ab.

Der Speichel der Tiere enthält bis zu 100 verschiedene Inhaltsstoffe, denen die Forscher gerinnungshemmende, schmerzstillende, durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkungen zuschreiben. Die genaue Zusammensetzung des Speichels ist aber noch nicht abschließend geklärt.

 

Dass der Egel ein Sekret in den Körper abgibt ist der entscheidende Unterschied zu den anderen blutentziehenden Maßnahmen (z. B. Aderlass, blutiges Schröpfen).

 

Nach 20 Minuten bis 2 Stunden ist der Egel gesättigt, lässt los und fällt ab. Ein Tier nimmt ca. 10 bis 20 ml Blut auf, daher wird diese Therapieform oft auch als "Mini-Aderlass" bezeichnet. Über die Anzahl der Blutegel, die "gesetzt" werden, entscheidet der Therapeut. In der Regel werden 2-10 Tiere eingesetzt.

 

Ein Nachbluten ist erwünscht und sollte nicht unterbunden werden, denn es erhöht die Wirksamkeit der Blutegeltherapie und hat eine entstauende Wirkung. Außerdem wird dabei die Wunde von Keimen befreit. Das Nachbluten selbst dauert in der Regel bis zu 24 Stunden. Am Tage der Blutegeltherapie sollte der Patient körperliche Anstrengung vermeiden. Die Wunden sollten in den nächsten Tagen bis zur Verheilung kontrolliert werden.

 

Eine Studie der Karl und Veronica Carstens-Stiftung aus dem Jahr 2004 gilt als Beleg für die Wirksamkeit der Blutegelbehandlung bei Kniegelenksarthrose. 80 Prozent der behandelten Patienten berichteten eine deutliche Schmerzlinderung nach einmaliger Behandlung, wobei diese Wirkung teilweise mehrere Monate anhielt. Die Egeltherapie war somit erfolgreicher als eine Therapie mit einer schmerzlindernden Salbe (Diclofenac). In einer weiteren kleinen Studie konnte die Überlegenheit der Blutegeltherapie bei Rhizarthrose im Vergleich zur konventionellen Arzneimitteltherapie gezeigt werden.

 

Bei welchen Beschwerden helfen Blutegel?
 

Die Wirksamkeit bei verschiedenen Anwendungsgebieten ist in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert. Bewährt haben sich Blutegel bei folgenden Beschwerden:

  • Arthrose (Gonarthrose, Coxarthrose)
  • Rheuma
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Schulter-Nacken-Schmerzen
  • Tennisellenbogen
  • Schmerzen anderer Gelenke
  • Gicht
  • Sportverletzungen
  • Krampfadern
  • Venenentzündungen
  • Nachbehandlung von Thrombosen
  • Durchblutungsstörungen bei Arterienverkalkung
  • Tinnitus
  • Wundheilungsstörungen
  • Nervenschmerzen (Neuralgien)
  • Fibromyalgie

 

 

Hier können Sie Berichte des NDR bzw. des SWR aufrufen, über Blutegelbehandlung gegen Schmerzen bzw. Knieschmerzen.

 

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/schmerz/blutegel102.html



http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/bewegungsapparat/knieschmerzen103.html

http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/did=9677676/nel5t3/index.html

 

 

 

Aus der Sendung vom Donnerstag, 14.6.2012 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen:

 

Nicht jeder Blutsauger ist grundsätzlich ein unerwünschter Parasit, der sich gegen deren Willen an seinen Opfern labt. Schon vor Jahrhunderten setzten sich Mensch und Tier absichtlich einem kleinen Saugwurm mit messerscharfen Zähnen aus, dem Blutegel. Wer von ihm gebissen wurde, verspürte Besserung bei den verschiedensten Zipperlein. Seit einigen Jahren erlebt die Egeltherapie eine echte Renaissance, und kommt mittlerweile sogar in der modernen Unfall- und Transplantationschirurgie zum Einsatz.

 

Ein Blutsauger mit Geschichte

Wie genau der Mensch auf den Egel gekommen ist, weiß man nicht. Möglicherweise, so wird gemutmaßt, beobachteten Bauern, dass lahmende Kühe und Pferde freiwillig egelverseuchte Tümpel aufsuchten. Und was dem Vieh nutzte, das konnte man ja auch mal probieren...

Schon Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) bekämpfte Gicht und Hämorrhoiden durch das Ansetzen von Blutegeln. Ärzte und Bader des Mittelalters verwendeten Egel zur Behandlung unterschiedlichster Krankheiten. Und bei unseren französischen Nachbarn gab es Mitte des 19. Jahrhunderts gar eine richtige Blutegelmode: Für so gut wie jede Krankheit wurde eine Egeltherapie empfohlen, und oft behandelte man weit über die Grenzen der Vernunft hinaus. Da das Hauptziel der Behandlung der Blutentzug war, wurden in manchen Sitzungen bis zu 80 Egel auf einmal angesetzt. Üblich sind etwa vier, es kam zu Todesfällen.

 

Vom Aberglauben zur wissenschaftlichen Erklärung

Warum und wie der Egelbiss auf die menschliche Gesundheit wirkt, wurde erst erforscht, nachdem die Therapie zwischenzeitlich außer Mode gekommen war. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass der „Aderlass“ quasi eine Reinigung des Körpers mit sich bringe.

 

Erst 1884 entdeckte der britische Physiologe John Berry Haycraft einen der Hauptwirkstoffe im Blutegelspeichel: Hirudin – eine biochemische Verbindung, die die Blutgerinnung hemmt, Gefäßkrämpfe löst und so den Blut- und Lymphfluss verbessert.

 

Eglin und Bdellin wurden später als schmerzlindernd und entzündungshemmend identifiziert. Doch obwohl inzwischen eine ganze Reihe der Speichelbestandteile bekannt sind, ist nicht wirklich geklärt, wie genau diese Stoffe zusammen wirken.

 

Der Egel in der modernen Medizin

 

Der Blutegel findet heute vor allem in zwei Bereichen Anwendung, der plastischen Chirurgie und der Schmerztherapie.

  • Plastische Chirurgie:
    Bei Hauttransplantationen werden mittels angesetzter Egel venöse Stauungen abgebaut und Thrombosen verhindert. Dadurch können die Hautlappen optimal miteinander verwachsen. Auch in der Handchirurgie, beim Wiederannähen abgetrennter Finger, nutzt man die Dienste der kleinen Blutsauger.
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  • Schmerztherapie:
    Insbesondere bei Rheuma, Arthrose und anderen Gelenkserkrankungen hat sich der Einsatz von Egeln bewährt. Auch bei Schmerzen aufgrund von Muskelverspannungen werden Blutegel angesetzt, um eine so genannte Luxusdurchblutung der betroffenen Stellen zu erreichen.

  • Am Rheumazentrum Mittelhessen wird zurzeit eine Studie zur Behandlung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen durchgeführt.
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Blutegelzucht - eine Frage der Hygiene

Der natürliche Lebensraum des Egels sind Tümpel und Sumpflöcher, nicht direkt Orte, die medizinischen Hygienevorstellungen entsprechen.

 

Egel für den therapeutischen Einsatz werden daher in speziellen Zuchtbetrieben aufgezogen. Der größte Westeuropas liegt im hessischen Biebertal. Etwa eine Million Blutegel tummeln sich hier in 40 Teichen; rund 300.000 werden pro Jahr an human- oder veterinärmedizinische Praxen und Kliniken verschickt.

 

Die Egel kommen als Importtiere aus Südeuropa (Serbien, Türkei) oder werden direkt in Biebertal nachgezüchtet. Ernährt werden sie zum Beispiel mit Pferdeblut.

Bevor sie allerdings auf menschliche oder tierische Patienten los gelassen werden, müssen sie acht Monate lang in einem Quarantäneteich hungern. Das schadet ihnen nicht – sie kommen mit einer einzigen Blutmahlzeit ein Jahr und länger aus – und so kann man sicher gehen, dass sie frei von Krankheitserregern sind, die sie womöglich beim Saugen auf den Patienten übertragen könnten. Ebenfalls aus hygienischen Gründen kann ein Blutegel nur ein einziges Mal in der Therapie verwendet werden. Die Blutmahlzeit am Patienten ist für ihn auch die letzte.



NATURHEILPRAXIS

Sarah Jardin

Heilpraktikerin

St. Josef Straße 10

56068Koblenz

 

Tel.: 0261 - 95234553

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gesund@naturheilpraxis-jardin.de

 

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